18
Mär
11

Rote Flora solidarisch mit Gaddafi?

Was hat Farid Beng und Rote Flora gemeinsam? Also beide Institutionen haben sich vor einiger Zeit solidarisch mit Gaddafi gezeigt. Etwas anderes würde man/frau ja ehe nicht erwarten von Farid Beng. Er fällt öfter mit homophoben und sexistischen Inhalten auf. Doch auch in der Roten Flora  kommt es bei den Partys oft zu sexistischen Übergriffen, welche wohl daher resultieren, dass das Publikum sich aus Yuppies und kleinen Kids, welche wohl zu viel Farid Beng gehört haben, zusammensetzt. Natürlich sollte man/frau den Betreibern das Verhalten ihrer Gäste nicht vorwerfen, aber was man ihnen vorwerfen kann ist, dass sie oft kein politischen Anspruch an die Partys haben. So verkommt der „Laden“ leider oft zu einer kulturindustriellen Event-Disko.
Aber zurück zur Gaddafi und der Roten Flora, kaum zu glauben vor ca. 15 Jahren hat ein Monat lang in der Roten Flora Soli-Veranstaltungen zu der „Volksrevolution“ in Libyen stattgefunden. Leider haben viele Autonomen in ihrer Geschichte viele komischen Sachen vertreten, aber aktuell wird es absurd, wenn sich das Flora ZK (auch Flora Plenum genannt) so aufspielt, als hätten sie die absolute Wahrheit für sich gepachtet, wie bei der Hetze gegen den revolutionären 1. Mai 2010 in Hamburg. Dann muss man eben die Leute mit ihrer Geschichte konfrontieren und ihnen zeigen, dass sie in ihrer Beurteilung sehr schwanken. Dies resultiert vor allem aus der Theoriefeindlichkeit und der Abscheu sich eine wissenschaftliche Kritik anzueignen.
Aber es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass in der radikalen Linken in Deutschland ein Phänomen besteht, sich Länder oder Bewegungen auszusuchen und ihre „Utopie“ darauf zu projizieren. Dies passiert aktuell z.B. mit Israel oder bei den „realsozialistischen“ Träumen von Kuba. Die Realität in diesen Ländern wird dabei nicht betrachten, weil es meistens auch nicht um die Länder an sich geht, sondern darum, ob die Sehnsüchte und Träume einer unfähigen Linken darauf projiziert werden können. Dies ist wohl damit zu erklären, dass viele sich von einer Basisarbeit und klassenkämpferischen Betriebsarbeit verabschiedet haben und deshalb die Revolution in Deutschland nicht anstreben oder für möglich halten. Um aber dennoch ihren Lifestyle oder das radikale Image nicht aufzugeben, wird eben ein Kampf irgendwo anders gesucht. Bei dem die Leute aus Deutschland wenig kein Einfluss nehmen können. So muss aus der Theorie keine radikale Praxis resultieren und alles bleibt beim Alten und nach dem Studium kann man dann im bürgerlichen Leben ankommen.

Dies soll keinen Rotfloristen/in irgendwie diffamieren, sondern nur zum nachdenken anregen, weil im Rahmen der Antikriegsarbeit gegen den drohenden imperialistischen Angriffskrieg gegen Libyen die Vorwürfe geäußert wurden, dass man sich auf die Seite von Gaddafi stellen würde, wenn man einen NATO-Angriffskrieg gegen Libyen ablehnt.
Gaddafi, NATO, Kapitalismus – Scheiße!

Hier das Soli-Plakat von der Flora mit Gaddafi:
http://www.daslinkeforum.de/Rote-Flora-im-September-26-Jahre-Volksrevolution-in-Libyen-1995_index13902.htm

Farid Beng Soli mit Gaddafi:
youtube.com/watch?v=_5yb1FuV9BI



Obama ist Kommunist!


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